KVV
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Chronik
des KVV
Der KVV und Honnef einst und heute!
(Gleichzeitig der Versuch einer Antwort auf die Frage, warum
gibt es den KVV auch im Jahre 2005 noch?)
Aus der Postkartensammlung von
Martin Maus. Herzlichen Dank!
Einst war der Kur- und Verkehrsverein die wichtigste
Adresse für den Gast, sei er aus Köln, aus London oder
aus Petersburg hier angereist. Wollte man ins deutsche Nizza am
Rhein, so erkundigte man sich erst einmal beim KVV-Bad Honnef,
wo man fürs Wochenende oder auch für eine oder gar 2
Wochen, den gewohnten Komfort nicht vermissend, in angenehmer
Atmosphäre entspannen und Kuren konnte. Heute ist der Kur-
und Verkehrsverein notwendiger denn je, auch wenn er nicht mehr
wie ehedem dem Gast in erster Linie bei der Suche nach einer
Unterkunft behilflich ist.
Heute ist es wichtig, Gästen, Stadt und Bürgern
eine Anlaufstelle zu bieten, um alle Kräfte zu koordinieren,
die das Leben und den Aufenthalt in Bad Honnef allen Bürgern
und Gästen noch lebenswerter und attraktiver machen und dies
auch entsprechend vermitteln wollen.
Wie aber entwickelte sich das Leben in Bad Honnef
und wie wurde diese Entwicklung durch den KVV begleitet, was können
wir dem heutigen Rheintourist davon mitgeben?
Honnef als Winzerdorf im Mittelalter, Honnef als
Heilbad und staatlich anerkannter Erholungsort mit Kurmittelgebiet,
dazwischen erstrecken sich nicht nur Zeitspannen, in diesen Zeitabschnitten
gab es auch wichtige Zeitzeugen die neben dem Bürger unsere
Stadt als einen Ort mit hohem Erholungswert entdeckten, der darüber
hinaus
die romantische Seele nicht nur der Deutschen anregte. Maler,
Schriftsteller, Dichter und Musiker fanden hier ebenso wie der
Weltreisende A. Humboldt, dem die Bezeichnung Honnef, das
rheinische Nizza zugeschrieben wird, ihre Erholung und die
Muße neue Kräfte zu sammeln.
Um die Jahrhundertwende, mit der Erschließung
der 1. der drei Heilquellen, der Drachenquelle und dem Bau des
1. Badehauses, dem Bau des Kurhauses und dem Besuch durch die
Königin von Schweden, durch Königin Sophie, begann Honnef
sich in eines der mondänen Badeorte Mitteleuropas einzuordnen.
1936 wurde die Grafenwerther Heilquelle erbohrt und nach dem 2.
Weltkrieg die Edelhoffquelle.
historische
Ansicht Kurpark
Seitdem der Heilbadtitel und die
Kuren auf Rezept der BfA kein Thema mehr sind, seitdem
stellt sich nicht nur in Bad Honnef, sondern auch andernorts die
Frage nach der Kur und der Erholung immer mehr als die Frage nach
der Erholung im Rahmen eines Kurzurlaubs mit den diversen Möglichkeiten
der Kur-Anwendungen unter dem nun mehr und mehr sich durchsetzenden
Begriff der Wellness. Diese Entwicklung hat der KVV begleitet
und aktiv aufgegriffen indem er unter anderem auch mit Bürgeraktionen
der Forderung nach einer Anerkennung als Stadt im Grünen
mit Kurmittelgebiet zum Efolg verhelfen konnte. Im Jahre 2000
erhielt unsere Stadt die staatliche Anerkennung als
Erholungsort mit Kurmittelgebiet

Urkundenverleihung
am 29. Mai 2000 durch den Regierungspräsidenten
Jürgen Roters an Bürgermeister Peter Brassel
Damit sollte auch ein Garant geschaffen sein für
den Erhalt einer lebenswerten Umwelt, einer Umwelt mit Heilquellen,
intakter Naturbereiche (Siebengebirge) und einer zudem sagenumwobenen
romantischen Rheinlandschaft, in der sich nicht nur Gäste
wohlfühlen, sondern auch wir die Honnefer Bürger gut
leben und alt werden können. Der Erholungsort mit Kurmittelgebiet
unterliegt einem besondern Schutz, was die Landschaft und das
Stadtbild angeht, womit auch die hohe Lebensqualität unserer
Stadt erhalten bleibt. Dies wird zudem begleitet und muss
seine Unterstützung erhalten durch die neu errichtete Fachhochschule,
die gerade auch im touristischen Engagement in Lehre und Ausbildung
an örtliche Gegebenheiten anknüpfen können sollte.
Mit den Leitbildern 2010 der Stadt Bad Honnef, von 5 Arbeitskreisen,
zusammengesetzt aus Bürgerinnen und Bürgern, erarbeitet
und vom Rat der Stadt beschlossen, stimmt der KVV im Grunde überein
und fordert deshalb alle Bürger auf, gemeinsam mit dem KVV
dafür einzutreten und daran mitzuarbeiten, dass diese Leitbilder
auch entsprechend umgesetzt werden.
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